Wie macht man Espresso?

Was ist eigentlich Espresso und kann man auch zuhause Espresso zubereiten? Gibt es besonderen Espresso-Kaffee oder kann man aus jedem Kaffeepulver einen Espresso machen?

Die irreführenden Espresso-Kaffeebohnen

Da gibt es doch tatsächlich Kaffeebohnen und gemahlenen Kaffee in Verpackungen, auf denen Espresso-Kaffee steht! Braucht man für Espresso bestimmte Espresso-Kaffeebohnen? Warum wird das angeboten? Tatsache ist, dass die Erfinder des Espressos, die Italiener, ihren Espresso am liebsten aus einer dunklen Röstung brühen. Da auch in vielen anderen Ländern ganz nach italienischen Vorbild der Espresso mit dunklen Röstungen hergestellt wird, werden solche Kaffeebohnen oft als Espresso-Kaffee angeboten. Grundsätzlich könnte man aber mit wirklich jedem Kaffeepulver auch einen Espresso zubereiten, denn jeder Kaffee, der mit der speziellen Espressomaschine und der spezifischen Methode hergestellt wird, ist ein Espresso.

Kann man zuhause in der Haushalts-Kaffeemaschine Espresso brühen?

Da man Espresso-Kaffeepulver kaufen kann, könnte man meinen, man kann das Pulver auch einfach in die eigene Kaffeemaschine geben und schon hat man Espresso. Das geht leider nicht, denn so brüht man nur einen einfachen Kaffee aus einer dunklen Röstung. Bestenfalls kann man so einen sehr starken Brühkaffee herstellen, niemals aber einen Espresso, denn dieser braucht noch etwas ganz spezielles, nämlich die Crema, und die ensteht nur in der Espressomaschine.

Warum hat Espresso eine Crema?

In einer Espressomaschine wird das Kaffeepulver nicht einfach nur aufgebrüht, es wird vielmehr kochendes Wasser mit Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Das geht nicht nur deutlich schneller, was diesem Kaffee den Namen Espresso gab, es lässt auch die Crema entstehen, die Espressoliebhaber so schätzen. Auch ein besonders intensives Aroma gehört mit zum Charakter des Espressos. All dies kann man nur mit einer Siebträger-Kaffeemaschine erreichen und selbt dabei hat jeder Barista, also der Mitarbeiter, der im Cafe die Maschine bedient, immer seine spezielle Methode. Barista kümmern sich dabei nicht nur um den perfekten Mahlgrad der Kaffeebohnen, auch die Temperaturen werden exakt abgestimmt und die Dauer des Vorgangs. Das ist auch der Grund, warum viele Espressogenießer immer wieder in ihr Lieblingscafe gehen um einen Espresso zu trinken und auch viele Kaffeemarken mit eigenen Cafes bauen auf diese möglichst gleichbleibende Qualität des Espressos.

Was man aus Espresso noch machen kann

Espresso SpezialitätenAls am Anfang des letzten Jahrhunderts die Espressomaschinen immer mehr verbessert wurden und damit auch der Espresso immer beliebter wurde, entstanden auch weitere Kaffeespezialitäten, die man auf Basis des Espressos herstellt. So wurde der Cappuccino erfunden, der im Grunde ein Espresso mit Milchschaum ist. Bei der Latte Macchiato tropft der Espresso direkt auf die Milch, was die typische Färbung vom Braun ins Weiß ergibt. Auch schmeckt so der erste Schluck stärker nach Espresso und man arbeitet sich beim Trinken bis zur Milch, während alles langsam vermischt. Bei einem Flat White wird dagegen schon alles vorab gemischt und das Kaffeegetränk schmeckt durchgehend gleich. Mit verschiedenen Sirups wird den Kaffeespezialitäten aus Espresso und Milch dann noch ein weiterer Geschmack verliehen.